
Feuchtwiesen und periodisch überschwemmte Auwiesen bieten nicht nur Lebensraum für viele bedrohte Tierarten, sie für Bauprojekte zu entwässern und zu versiegeln ist klimaschädlich: denn sie speichern Kohlendioxid, das ansonsten zur Klimaerwärmung beitrüge. Eine österreichische Studie kam 2020 zu dem Ergebnis, dass Feuchtwiesen und extensiv genutzte Weiden je nach Wasserversorgung und Bodentyp sogar mehr CO2 speichern können als Wälder.
Viele Feuchtwiesen, die bei Hochwasser schnell überschwemmt werden, aber auch ansonsten oft nur knapp 1 m über einer Grundwasserschicht liegen, liegen neben Lichtebach, Johannisbach und Reckbach und kleineren „Kanälen“, die unsere Landschaft prägen. Der Anteil von Feuchtwiesen ist im Vergleich zu anderen alten Kulturlandschaften sehr hoch.
Dieses liegt auch an den zum großen Teil eher schlechten Böden, so dass hier in früherer Zeit vorwiegend Weidewirtschaft betrieben wurde. Für viele Wiesen und Weiden besteht mittlerweile ein Umbruchverbot, und viele Wiesen werden extensiv bewirtschaftet, d.h. sie werden nur zweimal im Jahr gemäht.
Etwas höher liegen die im Vergleich wenigeren Felder, zwischen denen Baumreihen (Hagen) und Baumgruppen stehen. Unter diesen Bäumen gibt es einige imposante und sehr charaktervolle Vertreter ihrer Art.

„Waren Feuchtwiesen früher Teil der traditionellen Landwirtschaft, so gilt dies heute in der Regel nicht mehr. Im Gegenteil: Der Erhalt von Feuchtwiesen muss durch Ausgleichszahlungen an die betroffenen Landwirte sichergestellt werden.“ WWF-Beitrag

Wald gibt es in Hollen-Holtkamp und Ströhen nur wenig. Die eher kleinen Waldparzellen sind wenig bewirtschaftete Laub- und Mischwäldchen, die oft an die Bäche und Teiche grenzen oder die Feldflächen unterteilen. Dieses sind ideale Bedingungen für zahlreiche in Bäumen/Baumhöhlen brütende Wildvögel, die ihr Futter aber auf Freiflächen suchen – vom Grünspecht bis zum Trauerschnäpper.



